|
Mir scheint, der gute Berner Sennenhund ist durch sein Ebenmass in jeder Richtung und seine herrliche Farbe wohl der schönste Hund, den es gibt. Nichts ist einseitig übertrieben, alles ist harmonisch, nichts ist sonderbar, alles ist an seinem natürlichen Platz. Der Berner Sennenhund scheint mir durch seine Normalität schön.“ |
Der Berner Sennenhund aus Sicht eines Bernerbesitzers
In vielen Büchern wird ausgiebig über den Berner Sennenhund geschrieben.
Leider wird es oft so dargestellt, als ob unsere Berner schon fertig erzogen und ohne Macken auf die Welt kommen.
Dem ist nicht so!
Ein Berner ist ein Hund wie jeder andere Hund, aber eben doch auch ganz anders.
Die Aussage: „Einmal Berner, immer Berner“, stimmt schon und grade wir bei "Berner und ihre Menschen" sind dieser ganz besonderen Rasse verfallen.
Trotzdem sollte dieses offene Wort, Sie und auch den Hund vor einer Fehlentscheidung schützen.
Das Ganze beginnt, wie unter Welpen und Anschaffung schon beschrieben, bei der Wahl des richtigen Züchters.
Mit 8-10 Wochen kommt der Zwerg dann in sein neues Zuhause, ein unbeschreiblich schöner Moment.
Aber schon geht es los, die pullern und kackern überall hin, vorzugsweise auf den „guten“ Teppich.
Schuhe riechen sehr gut, ob sie auch so gut schmecken wie sie riechen, muss getestet werden. Was die Schuhe mal in der Anschaffung gekostet haben ist dem Welpen dabei allerdings egal, frei nach dem Motto „was Lacost die Rolex“!
Haben wir diese Problemchen beseitigt, ist das Bärchen schon etwas eingewöhnt
und fängt nun an zu testen, wie weit er gehen kann.
Hier ist Konsequenz gefragt, Berner sind sehr schlau, sie haben einen Blick der Steine erweichen kann und er wird Sie um den Finger wickeln wenn er kann!
Berner sind stur, das ist kein Mythos, sondern wahr. Mit Druck erreicht man gar nichts, aber aus Liebe zu seinem Menschen geht ein Berner durchs Feuer.
Berner sind sensible, charakterstarke, liebevolle Hunde, aber auch sie können bei falscher Erziehung zur Waffe werden.
Sie brauchen eine konsequente Erziehung, mit Herz und Verstand!
Ein absolutes NEIN sind Zwinger oder Hofhaltung, dazu ist ein Berner zu sensibel,
er gehört zu seiner Familie und muss aktiv am Familienleben teilhaben dürfen,
alles Andere wäre für ihn nicht artgerecht!
Sie möchten gerne beschäftigt werden, viele Berner sind gute Fährtenhunde,
im Rettungsdienst oder auch in Sozialenberufen unterstützen sie mit Freude ihre Menschen.
Sind sie bereit ihren Hund zu Fördern?
Lange ausgiebige Spaziergänge sind auf jeden Fall ein muss.
Ein Berner jagt nicht???
Falsch, auch ein Berner stammt vom Wolf ab. Es gibt viele Berner mit sehr ausgeprägtem Jagdsinn und sie bringen es fertig, einen Hasen zu reißen!
Allein seine Optik macht ihn schon zu etwas ganz Besonderem.
Die imposante Erscheinung, das herrliche lange Fell, die riesigen Bären-Pfoten….
machen jede Menge Arbeit!!!
Berner lieben es sich einzusauen, Dreck und Haare überall gehören nun zum Alltag eines Bernerbesitzers.
Wie bei jedem Hund mit langem Fell und mit viel Unterwolle, kann er grade bei Regen, oder im Sommer nach dem Schwimmen zu müffeln beginnen, wir nennen das „Aroma Bärchen“. Mit ausgiebiger Fellpflege (Bürsten) und einem Eimer verdünntem Obstessigwasser bekommt man das aber schnell in den Griff. Rassestandard Ursprung: Verwendung: Klassifikation F.C.I.: Kurzer geschichtlicher Abriss: Allgemeines Erscheindungsbild: Wichtige Proportionen: Verhalten / Charakter (Wesen): Kopf: Oberkopf: Gesichtschädel: Hals: Körper Rute: Gliedmassen Gangwerk: Haarkleid Größe: Widerristhöhe: Für Rüden: 64 - 70 cm Idealgrösse: 66 - 68 cm Für Hündinnen: 58 - 66 cm Idealgrösse: 60 - 63 cm. Fehler: Ausschliessende Fehler:
So ein großer Hund macht Arbeit, darüber sollte man sich voll im Klaren sein.
Auch die Kosten sollten nicht unterschätzt werden!
Anschaffung, gutes Futter, Tierarzt können schon Löcher in die Haushaltskasse reißen.
Wenn sie nun sagen, „ Das alles ist für mich und meine Familie in Ordnung!“ dann begrüßen wir Sie ganz herzlich unter den „Berner – Verrückten“ und freuen uns darauf Sie kennen lernen zu dürfen.
Federation Cynologique Internationale
(FCI-Standard Nr. 45 / 5. Mai 2003 / D)
Schweiz
Ursprünglich Wach-, Treib- und Zughund auf den Bauernhöfen im Kanton Bern, heute auch Familien- und vielseitiger Arbeitshund.
Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer, Molossoïde, Schweizer Sennenhunde und andere Rassen.
Sektion 3 Schweizer Sennenhunde.
Ohne Arbeitsprüfung.
Der Berner Sennenhund ist ein Bauerhund alter Herkunft, der in den Voralpenbieten und Teilen des Mittellandes in der Umgebung von Bern als Wach-, Zug- und Treibhund gehalten wurde. Nach dem Weiler und Gasthaus Dürrbach bei Riggisberg im Kanton Bern, wo dieser langhaarige, dreifarbige Hofhund besonders häufig vorkam, erhielt er seinen ursprünglichen Namen "Dürrbächler". Nachdem 1902, 1904, und 1907 bereits solche Hunde an Hundeausstellungen gezeigt worden waren, schlossen sich im November 1907 einige Hundezüchter aus Burgdorf zusammen, um die Rasse rein zu züchten. Sie gründeten den "Schweizerischen Dürrbach-Klub" und stellten Rassekennzeichen auf. 1910 wurden an einer Hundeschau in Burgdorf, zu der viele Bauern der Umgebung ihre Dürrbächlerhunde brachten, bereits 107 Tiere vorgestellt.
Von da an erwarb sich die Rasse, in Anlehnung an die anderen Schweizer Sennenhunde nun "Berner Sennenhund" genannt, rasch Freunde in der ganzen Schweiz und bald auch im benachbarten Deutschland. Heute ist der Berner Sennenhund dank seiner attraktiven Dreifarbigkeit und seiner Anpassungsfähigkeit weltweit als Familienhund bekannt und beliebt.
Langhaariger, dreifarbiger, übermittelgrosser, kräftiger und beweglicher Gebrauchshund mit stämmigen Gliedmassen, harmonisch und ausgewogen.
Verhältnis der Widerristhöhe zur vom Buggelenk zum Sitzbeinhöcker gemessenen Körperlänge ca. 9:10; eher kompakt als langgestreckt. Die Widerristhöhe verhält sich zur Brusttiefe im ideal Fall wie 2:1.
Sicher, aufmerksam, wachsam und furchtlos in Alltagsituationen; gutmütig und anhänglich im Umgang mit vertrauten Personen, selbstsicher und friedlich gegenüber Fremden; mittleres Temperament, gute Führigkeit.
Kräftig; Grösse harmonisch zur Gesamterscheinung, nicht zu wuchtig.
Schädel: Im Profil und von vorn gesehen wenig gewölbt. Wenig ausgebildete Mittelfurche.
Stop: Deutlich, jedoch nicht zu stark ausgeprägt.
Nasenschwamm: Schwarz.
Fang: Kräftig, mittellang; Nasenrücken gerade.
Lefzen: Anliegend, schwarz.
Kiefer / Zähne: Vollständiges, kräftiges Scherengebiss. (die M3 bleiben unberücksichtigt). Zangengebiss toleriert.
Augen: Dunkelbraun, mandelförmig, mit gut anliegenden Lidern, nicht zu tiefliegend und nicht hervorstehend. Loser Lidschluss ist fehlerhaft.
Ohren (Behang): Mittelgross, hoch angesetzt, dreieckig, leicht abgerundet, in der Ruhe flach anliegend; bei Aufmerksamkeit wird der Ohransatz hinten aufgerichtet, wobei die Vorderkante am Kopf angeschmiegt bleibt.
Kräftig, muskulös, mittellang.
Obere Profillinie: Vom Hals leicht abwärts harmonisch in den Widerrist übergehend, dann gerade und horizontal verlaufend.
Rücken: Fest, gerade.
Lendenpartie: Breit und kräftig, von oben gesehen leicht eingezogen.
Kruppe: Sanft abgerundet.
Brust: Breit und tief, bis auf Ellenbogen reichend, mit ausgeprägter Vorbrust, Rippenkorb möglichst lang von breit-ovalem Querschnitt.
Untere Profillinie und Bauch: Vom Brustkorb zur Hinterhand leicht ansteigend.
Buschig, mindestens bis zum Sprunggelenk reichend, in Ruhestellung hängend, in der Bewegung schwebend, auf Rückenhöhe oder leicht darüber getragen.
Kräftiger Knochenbau. Vordergliedmassen Vorderläufe von vorne gesehen gerade und parallel, Stellung eher breit. Schultern: Schulterblatt kräftig, lang, schräggestellt, mit dem Oberarm einen nicht zu stumpfen Winkel bildend, anliegend und gut bemuskelt. Oberarm: Lang, schrägliegend.
Ellenbogen: Gut anliegend, weder ein- noch ausdrehend.
Unterarm: Kräftig, gerade.
Vordermittelfuss: Von der Seite gesehen nahezu senkrecht stehend, fest; von vorne gesehen in gerader Verlängerung des Unterarms.
Vorderpfoten: Kurz, rundlich, mit eng aneinanderliegenden, gut gewölbten Zehen, weder einwärts noch auswärts gedreht.
Hinterhand: Stellung von hinten gesehen gerade und parallel, nicht zu eng.
Oberschenkel: Lang, breit, kräftig und gut bemuskelt.
Kniegelenk. Deutlich gewinkelt.
Unterschenkel: Lang, gut schräg liegend.
Sprunggelenk: Kräftig, gut gewinkelt.
Hintermittelfuss: Nahezu senkrecht gestellt. Die Afterkrallen müssen entfernt sein (ausser in den Ländern, in welchen die operative Entfernung der Afterkrallen gesetzlich verboten ist).
Hinterpfoten: Etwas weniger gewölbt als die Vorderpfoten; weder einwärts noch auswärts gedreht.
In allen Gangarten raumgreifender, gleichmässiger Bewegungsablauf; ausgreifender, freier Vortritt und guter Schub aus der Hinterhand. Im Trab von vorn und von hinten gesehen geradlinige Gliedmassenführung.
Haar: Lang und glänzend, schlicht oder leicht gewellt.
Farbe: Tiefschwarze Grundfarbe, mit sattem, braunrotem Brand an den Backen, über den Augen, an allen vier Läufen und auf der Brust und mit weissen Abzeichen wie folgt:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
NB: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
(Dürrbächler)